Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Esslingen /Wir über uns

Wir über uns

Freundeskreise sind Gesprächsgruppen, in denen sich Suchtabhängige und deren Angehörige zusammenfinden.
Wir treffen uns, weil wir erkannt haben, dass es uns hilft, miteinander zu reden - regelmäßig, am gleichen Ort, zur selben Zeit und meistens wöchentlich.
Wir reden offen über unsere Krankheit (seit 1968 ist Alkoholismus durch ein Urteil des Bundessozialgerichtes als Krankheit anerkannt). Wir sitzen in der Regel im Kreis, zur Förderung der Kommunikation. So hat jeder die Chance, den Anderen wahrzunehmen. Jeder wird so angenommen, wie er ist.
Wer über sich und sein Leben reden kann, setzt sich mit seiner Lebensgeschichte auseinander.
Unser Ziel ist es, zufrieden abstinent zu leben. "Nur" trocken zu sein ist nicht genug. Das Nein-Sagen zum Alkohol macht stark und selbstbewusst und ermöglicht es, ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Der Besuch einer Freundeskreisgruppe ersetzt keine Therapie, ist jedoch therapeutisch höchst wirksam.

 

Was ist überhaupt Sucht?
Wer ist gefährdet, abhängig zu werden? Und was kann man tun, wenn man bei sich selbst oder bei seinem Angehörigen erste Anzeichen von süchtigem Verhalten feststellt?
Die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe setzen auf Selbsthilfe. Nach dem Motto: Ein Freund versteht mich so, wie ich bin. Dieses Prinzip hilft seit Jahrzehnten vielen Menschen, sich von der Abhängigkeit von einem Suchtmittel zu befreien. Wie das funktionieren kann, zeigt dieses Erklärvideo.




 

Bereits 1966 wurde unser Freundeskreis Esslingen a. N. von 6 Gründungsmitglieder ins Leben gerufen. Er wuchs von bis zu 36 Personen nach 2 Jahren auf über 72 Besuchern im Jahre 1972. Bei der Vereinsgründung im Mai 1982 hatte der Freundeskreis Esslingen 15 Gesprächsgruppen.

Heute besteht unsere Selbsthilfeorganisation aus 8 Gruppen. In dieser Anzahl von Gruppen sind außer den "normalen" Gesprächsgruppen auch Angehörigen Gruppe, Pathologisches Spielen sowie Auffang - Motivation Gruppe enthalten.
Freizeitgestaltung wie Wandern, Basteln, Kegeln, Ausflüge, Vereins- und Gruppenfreizeiten, Feste sowie Seminare, Vorträge und anderes mehr gehört ebenso zu unserem Freundeskreisleben.

Corona bedingt wurde in diesem Jahr fast keine Freizeitveranstaltungen durchgeführt

Angeschlossen sind wir dem "Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe –Landesverband Württemberg e.V." (www.freundeskreise-sucht-wuerttemberg.de) und dadurch Mitglied bei der Diakonie, Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e. V. (www.diakonie-wuerttemberg.de).

Bundesweit sind wir vertreten durch "Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe – Bundesverband e. V." (www.freundeskreise-sucht.de).

Wir arbeiten eng mit der Psychosozialen Beratungs- und ambulante Behandlungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke der Stadt Esslingen, Kollwitzstraße 8, zusammen von der wir auch professionelle Unterstützung erhalten (www.psb.esslingen.de).



Seit 1982 sind wir ein eingetragener Verein und als gemeinnützige Organisation anerkannt und damit nach § 5, Abs. 1, Nr. 9 KStG spendenbegünstigt.





Zu unserem aktuellen Jahresthema



Fragen und Antworten:

Der Name „Freundeskreis“ kennzeichnet die Gruppe als Gemeinschaft: Ein Kreis von Freunden – ein Netzwerk der persönlichen Hilfe. Ein Freund ist ein Mensch, der mich annimmt, wertschätzt, versteht und nicht bewertet. Auf Freunde kann ich mich verlassen und Freunde können sich auf mich verlassen.
In der Öffentlichkeit präsentieren wir das mit unserer Wort- und Bildmarke.
Der Freundeskreis versteht sich als Selbsthilfegruppe. Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Gleichberechtigung und Freiwilligkeit – das ist Selbsthilfe.
Menschen kommen zu uns, weil sie ihre Probleme nicht mehr ohne Suchtmittel bewältigen können. Die Erfahrungen der anderen Gruppenteilnehmer machen Mut und setzen einen Umdenkprozess in Gang. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten, das Leben zu gestalten.
Der Freundeskreis trifft sich immer Dienstag um 19: 30 Uhr
in Esslingen in der Plochingerstrasse 32.
Der Freundeskreis trifft sich einmal wöchentlich. Ein Treffen dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Stunden. Es gibt dazu keine vorgeschriebene Regeln. Alles wird vertraulich behandelt.
Die Teilnahme im Freundeskreis ist gratis – aber sicher nicht umsonst. Unsere Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich. Da wir ein eingetragener Verein sind streben wir eine Mitgliedschaft an.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einfach an einem Dienstag um 19:30 Uhr kommen.
Ja, egal ob Freund, Kollege oder Familienangehörigen. Jeder ist bei uns willkommen.
Ja. Sie sind sogar ausdrücklich eingeladen. Die gemeinsame Gruppenteilnahme kann euch helfen, die Krankheit und ihre Dynamik zu verstehen – auch wie sie sich in der Familie auswirkt. Miteinander lernen wir, den Alltag trocken und clean zu gestalten. Der Informationsgleichstand bietet eine gute Grundlage, um gemeinsam Neues auszuprobieren.
Die Gruppenstärke ist variabel. In der Regel liegt sie zwischen fünf und zwanzig Personen.
In unserer Gesprächsrunde hat jeder die Chance, den anderen wahrzunehmen. Die Gruppenstunde beginnt mit der Begrüßung. Wer ein aktuelles Anliegen hat, beginnt und bekommt so viel Redezeit wie nötig. Anschließend erzählt jede/r wie es seit dem letzten Gruppenbesuch gelaufen ist. Wenn es die Zeit zulässt, wird noch über ein Thema gesprochen. Niemand MUSS etwas sagen oder erzählen. Jede/r gibt nur so das sich preis, was er/sie mag. Allerdings: Offenheit hilft.
Aufgrund unserer Entstehungsgeschichte sprechen wir mit unserem Gruppenangebot in erster Linie
Menschen an, die Probleme mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten haben. Wir sind jedoch auch für Mehrfachabhängige oder Betroffene anderer Suchtformen offen. Unser gemeinsames Anliegen ist die Bewältigung der Probleme, die durch Sucht entstehen.
Ein dauerhaft abstinentes Leben gelingt mit Hilfe Gleichgesinnter wesentlich leichter. Die eigenen Erfahrungen auf dem Weg in die Abstinenz und mit der Abstinenz sind wertvoll für andere Gruppenbesucher.
Bei uns ist jede/r Suchtkranke und Interessierte willkommen, egal an welchem Punkt des Krankheitsprozesses oder der Genesung er/sie sich befindet. Durch unseren Erfahrungsaustausch gibt es wertvolle Impulse, die ausprobiert werden können. Der Weg zur Abstinenz ist nicht immer leicht. Wir wissen aber, dass er gelingen kann.
Vor einer Gruppe unbekannter Menschen über eigene Sorgen und Probleme zu reden erfordert erst einmal Mut. Unsere Gruppe begleitet Neue vorurteilsfrei und führt sie behutsam in die ungewohnte Situation heran. In einer verständnisvollen Gruppenatmosphäre kann sich jede/r zeigen wie er/sie ist. Jede/r bestimmt selbst was er/sie erzählt. Und wer nur zuhören möchte – darf das.
Verantwortung hat zuerst jeder für sich selbst und dann den anderen Gruppenmitgliedern gegenüber entsprechend den vereinbarten Gruppenregeln. Wenn du länger dabei bist zum Beispiel: Anrufen, wenn du einmal nicht kommen kannst oder Absprachen einhalten, die fürs Gelingen des Gruppenabends nötig sind.
Was wir in der Gruppe besprechen, wird vertraulich behandelt.
Deine Teilnahme wird ohne deine Einwilligung nicht an Außenstehende mitgeteilt.
Auch nicht an Mitarbeitende von Suchtberatungsstellen, Fachkliniken, Ämtern, Arbeitgebern und Angehörigen.
Wen Du hier siehst, Was Du hier hörst - Wenn Du gehst, Bitte, lass` es hier!
Ein wichtiges Prinzip der Selbsthilfe ist, dass Betroffene ihre Gruppen eigenverantwortlich organisieren und begleiten. Fachleute werden gelegentlich als Referenten für einen Gruppenabend gewonnen. In der Selbsthilfegruppe findet keine ärztliche oder therapeutische Versorgung statt, deine Gruppenteilnahme ersetzt keine Therapie oder ärztliche Behandlung. Der Besuch einer Selbsthilfegruppe kann jedoch deinen Gesundungsprozess unterstützend begleiten – ganz im Sinn einer alten Selbsthilfe-Weisheit „Selbsthilfe ist keine Therapie, ist therapeutisch jedoch äußerst wirksam“.











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Infos

Seit 1966

gibt es unseren Freundeskreis.

Seit 1956

gibt es die Freundeskreise.

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